Warnung vor FOREX-Angeboten

Forex-Trading wird unter Privatanlegern immer beliebter. Natürlich bietet der Währungshandel auch für sie hohe Gewinnchancen und lockt zudem mit geringen Einstiegshürden. Allerdings ist es deutlich schwieriger, langfristig gewinnbringend zu handeln, als dies bei vielen anderen Geldanlagen für Privatanleger der Fall ist.

ULB-Berater wie auch Verbraucherschützer sind von hochspekulativen Produkten wie Forex oder CFDs nicht angetan. Sie haben ihrer Meinung nach mehr mit einem Glücksspiel zu tun als mit einer Geldanlage. Die Anbieter wehren sich naturgemäß. Ihrer Meinung nach müssen sich Anleger nur gut auf den forex-Handel vorbereiten, sich eine Forex-Strategie zurechtlegen. Diese können sie mit Spielgeld in einem Demokonto testen. Kritiker und ULB-Experten sagen allerdings auch, dass Konditionen mancher Broker so gestaltet seihen, dass sich damit seriös Geld kein verdienen lässt.

Der Forex-Handel hat sich durch das Internet für Privatanleger und Hobby-Trader geöffnet. Was früher nur sehr kostenintensiv über das Telefon funktioniert und nur institutionellen Anlegern offen stand, ist inzwischen für jeden Privatanleger mit Internetverbindung möglich. Das Forex-Tradingerfreut sich seitdem wachsender Beleibtheit. Immer mehr Broker, die sich auf Privatanleger und Forex-Handel spezialisiert haben, kommen auf den Markt und werben um die Gunst der Kunden.

Die Einstiegshürden sind dabei für die meisten Anleger sehr leicht zu erfüllen und viele Broker werben mit Bonusprogrammen und Lernmaterial gezielt um Einsteiger. Zudem geht vom Trading ein besonderer Reiz aus. Wer hier erfolgreich ist, kann das ganz große Geld machen, denken viele. Zudem ist Trading in der Gesellschaft relativ angesehen. Erfolgreiche Händler müssen intelligent sein, Nerven aus Stahl haben und komplexe Finanzdaten schnell durchschauen. Dies sorgt dafür, dass erfolgreicher Forexhandel immer auch mit Prestige verknüpft ist.

Tatsächlich ist nur ein Bruchteil der Händler tatsächlich erfolgreich, nicht jeder will dies jedoch wahrhaben. Den ULB-Analysten liegen Zahlen zugrunde, welche besagen, das 99 Prozent der Trader, die es einmal versuchen, scheitern. Eine Umfrage unter US-Brokern hat indessen doch etwas positivere Werte ergeben: 70 % der Depots sind nicht profitabel. Bei vielen ist zudem das Problem, dass sie innerhalb der ersten sechs Monate das gesamte Kapital verloren haben.

Die Johnson-Studie kam zu einem ähnlichen Ergebnis. Nach der von der NASAA in Auftrag gegebene Studie waren von 17 Konten, die mindestens 30 Daytrades aufwiesen, nur 35 % profitabel. Dabei war es aufgrund von fortlaufenden Statistiken wahrscheinlich, dass nur ein einziges Konto tatsächlich langfristig signifikante Gewinne bei einem vertretbaren Risiko erwirtschaften kann.

Wer sich als Privatanleger auf das Abenteuer Forex-Trading einlassen möchte, sollte sich also darüber im Klaren sein, dass es schwierig ist, profitabel zu handeln. Wer nun denkt, dass er jedoch ganz sicher Inhaber eines der 30 % der gewinnbringenden Depots sein wird, sitzt zudem mit großer Wahrscheinlichkeit einem Irrtum auf. Dies glaubt ein Großteil der Trader auch, bei denen es nach den harten Fakten nicht so ist. Profis gehen hingegen davon aus, dass sie selbst nur eine Erfolgsquote von 40 % haben, dabei jedoch beim Rendite-Risikoverhältnis punkten können.

Wir raten von FOREX Angeboten explizit ab !

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