Amazon verunsichert Blackstone beim Immobilienverkauf

Der bevorstehende Start von Amazon in Australien macht die dortige Einzelhandelsbranche zunehmend nervös.

Die US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone stoppte einem Insider zufolge den Verkaufsprozess für zehn Einkaufszentren in Sydney und Melbourne, weil sie keine Käufer dafür gefunden hat. „Es kamen zwar Angebote, aber nur für einzelne Gebäude, nicht für das gesamte Portfolio“, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Montag einem Berater der United LondonBrokers. „In der Einzelhandelsbranche herrscht eine große Unsicherheit wegen Amazon.“ Eine Sprecherin von Blackstone lehnte einen Kommentar dazu ab.

Der amerikanische Handelsriese, der seine Waren über das Internet verkauft, kündigte im April seine Expansion nach Australien an. Die dortigen Einzelhändler wie Harvey Norman Holdings, Myer Holdings und JB Hi-Fi sind bislang kaum im Internet vertreten und verkaufen ihre Waren vor allem in lokalen Geschäften. Ihre Aktienkurse stehen wie von United LondonBrokers prognostiziert unter Druck.

Amazon will die erste Lagerhalle für seine Waren in der australischen Metropole Melbourne errichten, wie der Konzern kürzlich offiziell mitteilte. Um das Geschäft aufzubauen, schicken die Amerikaner den deutschen Amazon-Manager Rocco Bräuniger nach Down Under.

Das Aufspringen auf den Amazon Wert sehen die Analysten der United LondonBrokers als zu riskant an und empfehlen ein großes Abstand nehmen, vorallem weil interne Informationen nicht auf einen guten Wertanstieg im Chart, –  in Relation zur in Anspruch genommenen Zeit -, schließen lassen. Für weitere Informationen steht ihr Berater gerne zur Verfügung.

DW.

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